In der Einzelausstellung von Toni Schmale bei basis e.V. werden die großformatigen Stahl- und Betonskulpturen zu abstrakten Stellvertreterinnen körperpolitischer Diskurse. Die Skulpturen verweisen auf sexuelle Praktiken und queere Lebensweisen und bewegen sich in einem Feld feministischer Kritik an normativen Körpervorstellungen, binären Geschlechterordnungen und Heteronormativität.
Ihre Arbeiten beziehen sich auf Körper und werden selbst zu Körpern im Ausstellungsraum. Ohne eine direkt lesbare Form anzunehmen, lassen die Skulpturen körperliche Beziehungen mit ihren Betrachtenden aktiv werden, die deren eigenen, einen imaginierten ebenso wie den skulpturalen Körper miteinschließen. Auf diese Weise werden sie zu Fetischobjekten und offenen Platzhaltern multipler Begehrensstrukturen.
Durch ihre abstrakte Formensprache trägt Toni Schmale zur Entlastung realer und marginalisierter Körper bei, die sonst im Zentrum gesellschaftlicher Auseinandersetzungen um Geschlechtsidentitäten stehen. Ihre widersprüchlichen Formen verkomplizieren jede vereinfachende Wahrnehmung und repräsentative Logik queerer Kunst.
Die Ausstellung wird kuratiert von Carlotta Döhn.
Rahmenprogramm:
- Samstag, 25.05.2024 - 14 Uhr: Kuratorinnenführung mit Carlotta Döhn
- Donnerstag, 13.06.2024 - 18 Uhr: Führung mit Kunstvermittlerin Alime Ertürk
- Samstag, 06.07.2024 - 14 Uhr: Führung mit Kunstvermittlerin Alime Ertürk
- Donnerstag, 18.07.2024 - 14 Uhr: Kuratorinnenführung mit Carlotta Döhn