Biopolitik und künstlerische Produktion l

Audiomitschnitte:
Thomas Lemke
Stephan Geene

basis Frankfurt veranstaltet eine dreiteilige Vortrags- und Gesprächsserie, in der die vielschichtigen Aspekte des Biopolitischen im Kontext der aktuellen künstlerischen Produktion behandelt werden. Ziel dabei ist nicht nur aufzuzeigen, was mit Biopolitik alles gemeint ist, sondern auch kritisch zu diskutieren, wo es als Beschreibung zu kurz greift oder wo der Begriff nur noch verdeckender Jargon ist.

Wozu Autonomie?

Die öffentliche Veranstaltung mit Michael Lingner ist die erste einer Reihe, mit der basis der Frage nach der Rolle und Bedeutung kreativer Prozesse in der Gesellschaft eine Plattform bieten möchte.

Freitag, 4.12.2009, 19.00 Uhr
Weiterer Diskussionstermin: Samstag, 5.12.2009, 11.00 Uhr

Biopolitik und künstlerische Produktion ll

Agency (Kobe Matthys)

Agency ist ein gattungsspezifischer Name für eine Agentur, die 1992 von Kobe Matthys gegründet wurde. Agency stellt ein sich ständig erweiterndes Verzeichnis von Dingen zusammen, die Zeugenschaft über die fragwürdige Zweiwertigkeit von Natur in Bezug auf die Klassifizierung von "Natur“ und "Kultur“ ablegen. Das Verzeichnis der Dinge stammt aus juristischen Verfahren, Klagen, Gerichtsfällen, Streitigkeiten usw. Agency re-präsentiert diese Dinge mittels einer Aufstellung (assembly). Jede Aufstellung ist inszeniert.

Kunst und Kultur als Standortfaktor? Über den Versuch einer ökonomischen Konzeption von Kreativität und seine Nebenwirkungen

Die öffentliche Veranstaltung ist die zweite einer Reihe, mit der basis der Frage nach der Rolle und Bedeutung kreativer Prozesse in der Gesellschaft eine Plattform bieten möchte. Nach der ersten Veranstaltung mit dem Schwerpunkt auf der Frage der Bedeutung künstlerischer Autonomie, wird der Vortrag von Prof. Dr. Peter Lindner die aktuelle Debatte um die Rolle der Kreativen als ökonomischer Standortfaktor für westliche Metropolen rekapitulieren und kritisch beleuchten.

Augmented Reality Forschung und offene Formate

Der dritte Vortrag der Reihe Neue Werkzeuge entspringt einem Institut einer der bekanntesten deutschen Forschungseinrichtungen, der Fraunhofer Gesellschaft. Michael Zöllner, dort Designer und Forscher am Institut für Graphische Datenverarbeitung, berichtet über Entwicklungen und den Stand der technologisch angereicherten Realität auf Geräten wie beispielsweise dem iPhone. Seine Abteilung Virtuelle und Erweiterte Realität ist in den letzten Jahren dabei einen ungewöhnlichen Weg für eine Forschungseinrichtung gegangen.